Was ist Sintern?

Beim Sintern wird das zugrunde liegende Pulver zum Glühen gebracht bei Temperaturen, die unterhalb seines Schmelzpunkts liegen. Hierbei vollziehen sich Diffusionsvorgänge zwischen den sich berührenden Pulverteilchen, die zu einer Festigkeitssteigerung führen. Für eine optimale Qualität ist das Verhältnis von Sintertemperatur zu Sinterdauer mit entscheidend.

Zum Sintern werden in der Regel elektrisch beheizte Sinteröfen mit Cr-Ni-Heizleitern eingesetzt.

Die Durchlauföfen werden mit Schutzgas beaufschlagt, welches eine Oxidation der Pulverteilchen verhindert. Als Schutzgas werden vorwiegend Ammoniak-Spaltgas, aber auch exotherme Gase und Endogase sowie Stickstoff und Wasserstoff verwendet.

Beim Fertigungsprozess durchlaufen die Halb- und Fertigteile als erstes die Stearat-Abbrennkammer des Ofens. Dabei werden die Stearate, also die Presshilfsmittel, bei etwa 400°C bis 600°C ausgetrieben, um den Sintervorgang nicht zu stören. In der anschließenden Hochtemperaturzone erfolgt bei 1030°C bis 1250°C der eigentliche, zeitlich genau abgestimmte Sinterprozess.

Beispiel